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Laubig bis Laubthaler (Bd. 2, Sp. 1929)
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Artikelverweis  Laubig, -er, -ste, adj. et adv. mit Laub bekleidet, vieles Laub habend. Laubige Äste. Ein laubiger Baum.
 
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Die Laubknospe, plur. die -n, eine Knospe an einem Baume, so fern sie unentwickeltes Laub enthält, die Blätterknospe; zum Unterschiede von den Blüth- und Fruchtknospen.
 
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Der Laubrausch, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden Oberdeutschlandes, ein Nahme des rothen Brandes an den Bäumen, weil er nur das Laub angreift und dasselbe dürre macht. S. 1. Brand.
 
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Der Lāubrếchen, des -s, plur. ut nom. sing. in der Landwirthschaft, ein Rechen, das abgefallene Laub in den Wäldern damit zusammen zu rechen. Von der R. A. das Laub rechen hat man auch das Hauptwort das Laubrechen, diese Handlung zu bezeichnen.
 
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Die Laubrolle, plur. die -n, bey den Buchbindern, eine Rolle, allerley dem Laube ähnliche Züge damit auf die Bände der Bücher zu drucken.
 
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Die Laubrüst, plur. inus. S. Adelung Lauberhütte.
 
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Die Laubsäge, plur. die -n, bey verschiedenen Künstlern und Handwerkern, eine feine zarte Säge laubichte Zierathen damit auszusägen, oder auch wohl einen Körper zu dünnen dem Laube ähnlichen Blättern damit zu sägen. Sie wird bey einigen, z. B. bey den Büchsenschäftern, welche das Elfenbein mit einer solchen Säge zu dünnen Blättern schneiden, vermuthlich nach einer verderbten Aussprache, die Laufsäge genannt.
 
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Die Laubschnur, plur. die -schnüre, in den bildenden Künsten, eine Art der Verzierung, welche aus zusammen gebundenen Blättern, Blumen und auch wohl Früchten in Gestalt einer Schnur bestehet, und daher auch wohl eine Blumenschnur oder Fruchtschnur, Franz. aber ein Feston genannt wird.
 
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Das Laubstreifen, des -s, plur. inus. das Abstreifen des Laubes von den Bäumen.
 
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Die Laubstreu, plur. inus. eine Streu für das Vieh, so fern sie aus abgefallenem Laube der Bäume bestehet, Laub, so fern es zur Streu für das Vieh gebraucht wird. Nimmt man dazu die Tangeln des Nadelholzes, so wird sie die Nadelstreu genannt. Beyde aber machen die Waldstreu aus.
 
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Der Laubthaler, des -s, plur. ut nom. sing. eine Benennung der Französischen großen Thaler oder Ecus, welche 6 Livres, oder 1 Thlr. 12 Gr. 6 Pf. gelten, den Louis d'Or zu 5 Thlr. gerechnet. Nach dem Vorgange der Holländer pflegt man sie auch Ducatons zu nennen, ob sie gleich in Frankreich diesen Nahmen nicht führen. Ducaton ist eigentlich ein Nahme einer Italiänischen und Niederländischen Münze, welche 1 Thlr. 15 bis 1 Thlr. 17 Gr. gilt. Den Deutschen Nahmen Laubthaler hat diese Münze von dem darauf geprägten Laubkranze.

 

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