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Lästermaul bis Lastschiff (Bd. 2, Sp. 1921 bis 1922)
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Artikelverweis Das Lästermaul, des -es, plur. die -mäuler, eine lästernde Person, in der letzten Bedeutung des Zeitwortes. Sprichw. 4, 24.
 
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Lästern, verb. reg. act. von dem Hauptworte Laster, in dessen sämmtlichen Bedeutungen es ehedem üblich war. 1) * Verstümmeln, zerfetzen, verunstalten, dilacerare; in welcher Bedeutung im gemeinen Leben noch zerlästern üblich ist, S. dasselbe. 2) * Schänden; eine gleichfalls veraltete Bedeutung, von welcher Frisch einige Beyspiele anführet. Die Frauen lästern, sagte man ehedem in eben der Bedeutung, in welcher wir jetzt das Zeitwort schänden gebrauchen. 3) Aus Vorsatz schändliche oder grobe Unvollkommenheiten wider die Wahrheit von jemanden sagen, jemandes Ehre auf eine grobe Art durch Worte schänden. Die Obrigkeit lästern. Jemanden lästern. Gott lästern. Daher die Lästerung, plur. die -en, so wohl die Handlung, als auch die Lästerrede selbst. Lästerungen wider jemanden ausstoßen. Anm. In der letzten Bedeutung schon im Isidor lastron, im Ottfried gilastoron, im Notker lasteren, im Dän. laste.
 
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Die Lästerrede, plur. die -n, eine Rede, worin man aus Vorsatz jemandes Ehre durch Worte schändet, ihm grobe, schändliche Unvollkommenheiten beymisset; Lästerworte. Eine solche Schrift wird eine Lästerschrift oder Pasquill genannt.
 
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Der Lasterstein, des -es, plur. die -e, an einigen Orten, ein Stein, auf welchem oder mit welchem gewisse Verbrecher zu ihrer Schande öffentlich zur Schau ausgestellet werden, von Laster, so fern es ehedem Schande bedeutete; der Schandstein.
 
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Die Lasterthat, plur. die -en, eine lasterhafte That.
 
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Die Lästerung, S. Adelung Lästern.
 
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Lästig, -er, -ste, adj. et adv. ein Wort, welches nur in der figürlichen Bedeutung des Wortes Last üblich ist, sehr beschwerlich, von Dingen, welche man mit einem merklichen Grade des Widerwillens thut oder leidet. Ein lästiger Besuch. Einer frechen Person ist ihre Tugend sehr lästig. Glücksgüter sichern uns gegen die Armuth und eine gar zu lästige Abhängigkeit, Sulz. Nieders. lastig, Lat. molestus, im gemeinen Leben auch überlästig.
 
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Die Lästigkeit, plur. inus. die Eigenschaft eines Dinges, da es lästig ist.

[Bd. 2, Sp. 1922]



 
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Das Lástpfrd, des -es, plur. die -e, ein Pferd, welches zum Tragen der Lasten gebraucht wird, im Oberd. ein Saumroß; zum Unterschiede von einem Zugpferde und Reitpferde.
 
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Der Lastsand, des -es, plur. car. der Ballast eines Schiffes, so fern er aus Sande bestehet.
 
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Das Lastschiff, des -es, plur. die -e, ein Schiff, welches dazu bestimmt ist, Lasten oder Waaren von einem Orte zum andern zu führen; zum Unterschiede von einem Kriegsschiffe.

 

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