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Lässigkeit bis Laßzins (Bd. 2, Sp. 1916 bis 1917)
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Artikelverweis Die Lässigkeit, plur. inus. 1) Die Neigung zur Laßheit, die Fertigkeit lässig zu seyn; zum Unterschiede von der Laßheit, dem Zustande. 2) Zuweilen auch die Laßheit selbst.

[Bd. 2, Sp. 1917]



 
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Der Laßkopf, des -es, plur. die -köpfe, ein Schröpfkopf, ein Gefäß, vermittelst des Schröpfens Blut zu lassen.
 
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Läßlich, -er, -ste adj. et adv. ein nur im Oberdeutschen für erläßlich, oder vielmehr erlaßlich übliches Wort. Eine läßliche Sünde, welche erlassen, d. i. vergeben, werden kann. Läßlich sündigen. S. Adelung Laßsünde.
 
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Das Laßmännchen, des -s, plur. ut nom. sing. im gemeinen Leben, eine männliche Figur in manchen Kalendern, woran die verschiedenen Arten des Blut- oder Aderlassens abgebildet sind; das Aderlaßmännchen.
 
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Der Làßraum, des -es, plur. die -räume. S. Adelung Laßgut.
 
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Das Laßreis, des -es, plur. die -er, im Forstwesen, Reiser oder junge Stämme, welche man auf einem Gehaue Laubholzes zur Fortpflanzung stehen lässet; Hägereiser, Vorständner, im Oberd. Bannreitel, vermuthlich für Bannreiser.
 
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Die Laßsünde, plur. die -n, in der Römischen Kirche, eine läßliche Sünde oder Erlaßsünde, eine geringe Sünde, welche leicht erlassen oder vergeben werden kann; zum Unterschiede von einer Todsünde.
 
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Die Laßwiese, plur. die -n, eine gegen einen Erbzins einem andern überlassene Wiese, S. Adelung Laßgut.
 
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Der Laßzapfen, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Zapfen in einem Fasse, den darin befindlichen flüssigen Körper nach Belieben ausfließen zu lassen, wovon der Hahn eine Art ist; die Zapfröhre, Epistomium.
 
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Das Laßzeichen, des -s, plur. ut nom. sing. ein Zeichen im Kalender, womit die beste Zeit zum Aderlassen angedeutet wird.
 
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Der Laßzins, des -es, plur. die -e, der Erbzins für ein Laßgut, S. dieses Wort.

 

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