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Lappig bis Lārifāri (Bd. 2, Sp. 1908)
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Artikelverweis  Lappig, adj. et adv. von Lappen, pannus, aus Lappen bestehend, Lappen habend. Ein lappiges Kleid, woran die Lappen herunter hangen; wofür doch zerlappt und zerlumpt üblicher sind.
 
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Läppisch, -er, -te, adj. et adv. von Lappe, ein junger unbesonnener Mensch, auf eine unanständige Art jugendlich, kindisch, einem reifern Alter unanständig, im verächtlichen Verstande. Läppische Reden, Einfälle. Ein läppischer Mensch. Sich läppisch betragen. Im Nieders. awiesig.
 
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Das Lappjagen, des -s, plur. ut nom. sing. ein Jagen, d. i. eine Jagd, wo der Jagdbezirk nur mit Lappen umstellet worden.
 
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Das Lappreis, des -es, plur. die -er, bey den Jägern, kleine dünne mit Haken versehene Stangen, mit welchen die Federlappen aufgestellet werden.
 
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Die Lappstatt, plur. die -stätte, eben daselbst, ein mit Lappen umstellter und zu einem Lappjagen bestimmter Bezirk.
 
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1. Die Lärche, ein Sangvogel, S. Adelung Lerche.
 
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2. Die Lärche, plur. die -n, oder der Lärchenbaum, des -es, plur. die -bäume, eine Art Fichten, mit vielen unzählbaren Nadeln, welche wie ein Quast aus Einem Puncte und aus Einer Scheide wachsen; Pinus Larix L. Leerbaum, Lärbaum, Leertanne, Schönholz, Rothbaum, in Schlesien Löhrbaum, Franz. Larege oder Meleze, Engl. Larch-tree, im mittlern. Lat. Laresus, Griech. λαριξ, im Ital. Larice. Er wächset auf den hohen Felsgebirgen, hat ein röthliches, geflammtes, sehr festes Holz, welches aus vielem feuerbeständigen Salze und erdigen Theilen bestehet, und daher schwer zum Brennen zu bringen ist. Da der Nahme dieses Baumes mit der Lerche nichts gemein hat, so schreibt man ihn, um der Verwandtschaft mit den oben angeführten ältern Nahmen fremder Völker willen billig mit einem ä.
 
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Das Lrchenhārz, des -es, plur. inus. das Harz des Lärchenbaumes, welches im Lande Wallis Lärtschine genannt wird.
 
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Der Lärchenschwamm, des -es, plur. die -schwämme, ein schwarzer oder weißer Schwamm, welcher an den alten Lärchenbäumen wächset.
 
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Der Lärchenzapfen, des -s, plur. ut nom. sing. die Samenzapfen an den Lärchenbäumen.
 
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Das Lārifāri, subst. indecl. im gemeinen Leben, ein unbedeutendes Geschwätz, welches zur Sache nichts beyträgt. Die letzte Hälfte ist wohl das Lat. fari, die erste scheinet mit dem veralteten lören und dem folgenden Lärm verwandt zu seyn.

 

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