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Langhals bis Langsam (Bd. 2, Sp. 1903)
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Artikelverweis Der Langhals, des -es, plur. die -hälse, im gemeinen Leben, ein mit einem langen Halse versehenes Geschöpf. In engerer Bedeutung, eine Art ausländischer Baumkletten mit einem langen Halse, welche wegen ihres kurzen Schwanzes auch Kurzschwanz genannt wird; Falcinellus Giuguit, Seba et Klein.
 
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Langhärig, adj, et adv. lange Haare habend.
 
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Der Langkragen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Mohränte.
 
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Länglich, adj. et adv. ein wenig lang; doch nur von der körperlichen Ausdehnung, und auch hier nur in Vergleichung mit der Breite. Ein Kuchen ist länglich, wenn er länger ist, als breit. Länglich rund, wie ein Ey. Niedersächs. langwälig, langtöged.
 
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Der Langmêsserschmid, des -s, plur. die -schmiede, eine Art Messerschmiede, welche Degenklingen, Gefäße und anderes Zubehör verfertigen, und sich wieder in die Klingenschmiede und Schwertfeger theilen; zum Unterschiede von den Kurzmesserschmieden, welche allerley Arten Messer und Gabeln verfertigen.
 
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Die Langmuth, plur. car. die Aufschiebung und Milderung des Strafübels so viel als möglich ist; ingleichen die Geneigtheit, Fertigkeit, dasselbe so lange als möglich ist, aufzuschieben, welche letztere auch die Langmüthigkeit genannt wird.
 
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Langmūthig, -er, -ste, adj. et adv. Langmuth besitzend, in derselben gegründet. Schon bey dem Notker langmuothig.
 
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Die Langmüthigkeit, plur. car. S. Adelung Langmuth.
 
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Der Langohr, des -es, plur. die -e, ein mit ungewöhnlich langen Ohren versehenes Geschöpf. In engerer Bedeutung, im Scherze, ein Nahme des lang geöhrten Esels. Daher langöhrig, lange Ohren habend.
 
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Der Längort, des -es, plur. die -örter, im Bergbaue, ein von einem Schachte aus in die Länge getreibener oder gelängter Ort.
 
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Langsam, -er, -ste, adj. et adv. ein Wort, welches eine Eigenschaft der Bewegung ausdruckt, in einer gegebenen Zeit einen geringern Raum durchlaufend als ein anderes Ding, als gewöhnlich ist, oder als es die Umstände erfordern; im Gegensatze des geschwinde und hurtig. 1) Eigentlich. Langsam gehen, sprechen, arbeiten. Es gehet bey dieser Sache sehr langsam zu. Ein langsamer Gang. Ein langsamer Mensch, welcher in allen seinen Handlungen langsam ist. Langsam in etwas seyn. Aber das biblische langsam zu etwas, langsam zu reden und langsam zum Zorne, Jac. 1, 19, fängt an zu veralten. 2) Figürlich, spät; doch nur im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens. Langsam kommen. Langsam säen. In dieser Bedeutung scheint es auch Gellert Ein Mahl gebraucht zu haben: Fordert er mein Leben zurück, langsam oder schnell, warum sollte ich zagen? d. i. früh oder spät.
   Anm. Kero gebraucht lancsam noch für lange während; von welcher ersten eigentlichen Bedeutung unsere heutige nur eine Figur ist. Im Nieders. lautet dieses Wort lanksem, lansken und laassam, welches letztere aber zu laß, träge, gehöret; im Dän. langsam. Im Nieders. ist dafür auch leverlage, liberlage üblich. Auf eine verdrießliche Art langsam heißt daselbst netelig, und im gemeinen Leben der Hochdeutschen mäußlich.

[Bd. 2, Sp. 1904]


 

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