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Landtag bis Landwehre (Bd. 2, Sp. 1896 bis 1897)
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Artikelverweis Der Landtag, des -es, plur. die -tage, die Versammlung der Landstände, oder der Stände einer Provinz, und

[Bd. 2, Sp. 1897]


zuweilen die versammelten Stände selbst; zum Unterschiede von einem Kreis- und Reichstage. Einen Landtag ausschreiben. Auf den Landtag reisen. Einen Landtag halten, im gemeinen Leben landtagen. In Pohlen, wo die Landtage vor den Reichstagen vorher gehen, sind jene Versammlungen des Adels in den Provinzen. Eben daselbst werden aber auch die Landgerichte in den Woiwodschaften Landtage genannt. Von Tag, eine Versammlung an einem bestimmten Tage. Schwed. Herredag. Ehedem waren die Landtage auch unter dem Nahmen der Landsprachen bekannt.
 
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Der Landthurm, des -es, plur. die -thürme, in einigen Gegenden, ein Thurm an einer Landwehre.
 
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Die Landtrauer, plur. inus. eine Trauer durch das ganze Land.
 
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Landüblich, adj. et adv. in einem Lande üblich; im Oberdeutschen landläufig.
 
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Die Landung, S. Adelung Landen.
 
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Landverdêrblich, adj. et adv. das Verderben eines Landes befördernd. Ein landverderblicher Krieg.
 
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Der Lándvōgt, des -es, plur. die -vögte. 1) In einigen Gegenden, der Vorgesetzte eines Landes oder einer Provinz, welcher ehedem Landpfleger, Waldboth, Waldgraf, von Wald, Gewalt, hieß, jetzt aber Statthalter, Landeshauptmann u. s. f. genannt wird, und dessen Gewalt und Gerechtsamen nicht in allen Ländern, wo man Landvögte hat, gleich sind. 2) Der oberste Vorgesetzte einer Landschaft, d. i. eines Gewissen Bezirkes eines Landes, dergleichen Landvögte, welche so wohl die Gerechtigkeit handhaben, als auch die obrigkeitlichen Gefälle einnehmen, es so wohl in Ober- als Nieder-Deutschland gibt.
 
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Die Landvogtēy, plur. die -en, die Würde eines Landvogtes, noch mehr aber der seiner Aufsicht anvertrauete Bezirk, in beyden Bedeutungen dieses Wortes.
 
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Das Landvolk, des -es, plur. inus. das Volk auf dem Lande, geringe Einwohner auf dem Lande; zum Unterschiede von dem Stadtvolke.
 
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Landwärts, adv. nach dem festen oder trocknen Lande zu.
 
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Die Landwehre, plur. die -n, Wälle, Gräben, Verhaue oder andere zur Vertheidigung der Gränzen eines Landes oder einer Landschaft gemachte Anstalten; in einigen Gegenden der Landfriede, die Heimschaar, im Oberdeutschen die Letze, in Dithmarsen die Hamme.