Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Deichkamm bis Deichmeister (Bd. 1, Sp. 1437 bis 1438)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Deichkamm, des -es, plur. die -kämme, die oberste Fläche eines Deiches; der Kamm, die Kappe.
 
Artikelverweis Die
Deichlage, plur. die -n, die Ordnung und Lage der Rasen eines Deiches.
 
Artikelverweis Das
Deichlager, des -s, plur. die -läger, der allgemeine Sammelplatz der Deichpflichtigen bey der Gefahr der Durchbrechung eines Deiches.
 
Artikelverweis Das
Deichland, des -es, plur. die -länder, eine Gegend, welche durch einen Deich wider das Wasser gesichert wird.
 
Artikelverweis Die
Deichlast, plur. die -en, S. Adelung Deichbeschwerden.
 
Artikelverweis Der
Deichläufer, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Deichbothe.

[Bd. 1, Sp. 1438]



 
Artikelverweis Das
Deichlehen, des -s, plur. ut nom. sing. ein Amt bey dem Deichwesen, welches zu Lehen gegeben wird, z. B. das Deichgräfenamt.
 
Artikelverweis Die
Deichlücke, plur. die -n, die von dem Wasser ausgespülte Lücke in der Seitenfläche eines Deiches.
 
Artikelverweis Die
Deichmaße, plur. die -n, oder das Dēichmāß, des -es, plur. die -e, das Maß des Deiches nach seinen verschiedenen zu vertheilenden Schlägen, und der Maßstab, nach welchem im Deichwesen gemessen wird. Im Oldenburgischen geschiehet solches nach einer Ruthe von 20 Fuß, den Fuß zu 12 Zoll gerechnet.
 
Artikelverweis Die
Deichmeile, plur. die -n, im Hollsteinischen, der District von einer Meile innerhalb eines Deiches.
 
Artikelverweis Der
Deichmeister, des -s, plur. ut nom. sing. ein Meister, oder Unternehmer, der die Ausbesserung eines beschädigten Deiches gegen einen bedungenen Lohn übernimmt; im Nieders. ein Deichbaas, von Baas, ein Meister. Des heil. Röm. Reiches Deichmeister, ist ein Titel, welchen die Grafen von Oldenburg, wegen der guten Deichanstalten in ihrem Lande, ehedem von dem Kaiser erhielten.