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Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
bis Jācob (Bd. 2, Sp. 1405 bis 1409)
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Artikelverweis  J, welches wenn es das Zeichen eines Mitlautes ist, Jod genannt wird, ist, wenn man den vorigen Selbstlaut J besonders zählet, der zehente Buchstab des Deutschen Alphabetes. Man unterscheidet ihn in der kleinern Schrift von dem vorigen durch den nach unten zu verlängerten Strich j, in der größern aber ist zwischen ihm und dem vorigen Selbstlaute noch kein Unterschied eingeführet, obgleich solches sehr leicht seyn würde. Man hat daher hier einen Versuch gemacht, den Consonant J von dem Vocal I zu unterscheiden. Vermuthlich ist dieser Unterschied darum unterlassen worden, weil man glaubte, das Jod sey durch seinen Stand hinlänglich von dem I unterschieden, weil es zu Anfange eines Wortes alle Mahl einen Vocal, der Selbstlaut I aber alle Mahl einen Consonanten nach sich hat. Um diesen Unterschied durch nichts zu unterbrechen, pflegt man auch das selbstlautende lange I zu Anfange eines Wortes niemahls ie zu schreiben, weil es sonst je lauten würde; Isopp, nicht Iesopp. In ihm, ihn, ihr, ihnen ist statt des ie ein ih angenommen worden.
   Hieraus erhellet zugleich, daß diejenigen Unrecht haben, welche je, jeder, jemahls, jemand, jetzt u. s. f. ie, ieder, iener, iemahls, iemand, itzt schreiben, und ih, ihder, ihner, ihmahls, ihmand, itzt, sprechen; eine Sprechart, welche den Oberdeutschen eigen ist, aber in Obersachsen wirklich nicht so häufig angetroffen wird, als uns manche Sprachlehrer bereden wollen. Herr Rector Heinz hält diese Sprechart für die richtige, und glaubt, das j stamme von der unrichtigen Schreibart der Mönche her. Aber ist es wohl wahrscheinlich, daß ein Paar Mönche im Stande seyn sollten, die herrschende Aussprache einer ganzen großen Nation zu bestimmen? Die schmelzendere Aussprache mit dem Jod stammet in diesen und andern Fällen zunächst aus Niedersachsen her, und ist im Hochdeutschen allgemein. Im Oberdeutschen hat das ie und i den Vorzug.
   Was die Aussprache dieses Buchstabens betrifft, so ist er der weichste unter den Gaumenbuchstaben, welcher entstehet, wenn sich die Zunge hinten an den Gaumen leget; ein Laut, welcher ganz natürlich entstehet, wenn der Selbstlaut i mit einem andern Selbstlaute zusammen schmelzet; daher Lilie, Petersilie, Linie, Pinie u. s. f. im geschwinden Sprechen häufig Lilje, Petersilje, Linje, Pinje lauten. Die Franzosen sprechen das Jod wie sch, die Engländer aber wie dsch aus. Journal, Schirrnal, James, Dschemes.
   Die Niedersächsische Mundart, welche unter allen die weichste und zärtlichste ist, macht von diesem Laute einen vorzüglich starken Gebrauch. Besonders schiebt sie ihn dem h und den stärkern Gaumenlauten g und ch unter. Glöjen, glühen, bröjen, brühen, jähnen, Jäscht, jälfern, jappen, jegen, Jegene, Jicht, jähren, für gähnen, Gäscht, gälsern, gaffen, gegen, Gegend, gähren; dagegen sie gunnen für jener, und gunsiet für jenseit spricht und schreibt. Viele Niedersachsen bringen diesen weichen Laut mit in das Hochdeutsche, und daher rühret es auch, daß Herr Heynatz, ein Märker, jähnen, jäschen und Jäscht geschriehen haben will, welches wider die reine Hochdeutsche Aussprache streitet. Jähe ist zweifelhaft, oder vielmehr, es ist gleichgültig, ob man gähe oder jähe schreibet, weil beydes gleich üblich ist, obgleich das erstere den Vorzug zu verdienen scheinet.

[Bd. 2, Sp. 1406]



   Die Hochdeutschen Abstracta auf e und ey, endigen sich in Niedersachsen gern auf ije und je; Gachelije, Gaukeley, Horije, Hurerey, Koopfaardije, Kauffahrdey, Kibbelije, Kampeley, Häpje, Hoffnung, gleichsam Hoffe. So wie auch einige Diminutiva statt des Hochdeutschen chen daselbst auf ja gemacht werden. Götje, Gottfriedchen, Greetje, Gretchen, Kliitjes, Klößchen, Grapjes, Grillen, Holtjes, Holzäpfel; obgleich das -ken in andern Fällen üblicher ist. Eben so häufig wird es den Selbstlautern zu Anfange einer Sylbe müßig vorgesetzt. Hötjer, Hüter, Hutmacher, jik, euch, jummer, immer, ju, ji, ihr, Jidder, Guter.
   Das letztere ist mehrern so wohl ältern als neuern mitternächtigen Sprachen und Mundarten eigen. Jup stehet bey dem Ulphilas für up, auf, für aeta, sagen die Schweden jaeta, für efa, zweifeln, jefa, für Earl Jarl u. s. f. Auch die Hoch- und Oberdeutsche Mundart ist nicht frey davon; denn in Jahr, Joch, jung, je u. a. m. ist das j ein bloßer müßiger Vorsatz, so wie es in vielen andern in die härtern Gaumenlaute g, ch und k übergegangen ist. S. diese Buchstaben.
 
Artikelverweis 
Ja, ein bejahendes Nebenwort. 1. Eigentlich, wo es geradezu versichert, daß eine Sache ist, gewesen ist, oder seyn wird. Man gebraucht dasselbe, 1) nach einer vorher gegangenen Frage. Haben sie ihn gesehen? Antw. Ja. Werden sie kommen? Antw. Ja. Etwas mit ja! beantworten. Willst du es thun? Sage ja oder nein. Wo es auch zuweilen als ein Hauptwort gebraucht wird. Er antwortete mit einem lauten Ja. Ein Frauenzimmer gibt ihr Ja von sich, wenn sie einer Mannsperson die Ehe verspricht. S. Adelung Jawort. Ach ja! und ey ja gehören in den meisten Fällen in die gezierte Sprache des gemeinen Lebens. Ja freylich, ja wohl, verstärken die Bejahung, so wie ja doch ein mit Verdruß oder im Unwillen ausgesprochenes Ja ausdrucket. 2) Nach einer vorher gegangenen Bitte. Ja, es soll geschehen. Ja, ich will es thun. Zu einer Sache, zu einer Bitte ja sagen. Sagen sie immer ja! bewilligen sie es immer. Ingleichen als ein Hauptwort. Sein Ja ist mir genug. S. Jawort. 3) Aber auch außer diesen Fällen dienet es zur directen Bejahung, es mag nun ein anderer dazu Anlaß geben, wenn z. B. seine Rede einen Zweifel enthält. Ich glaube nicht, daß man vor Liebe krank werden könne. Ja wohl kann man vor Liebe krank werden. Oder auch eine Versicherung. Ja, ja, sie mag ein gut Gemüth haben, Gell. Ingleichen, ohne vorher gegangene Veranlassung eines andern. Herr, ja, ich glaube, daß u. s. f. Joh. 11, 27. Ja komm Herr Jesu, Offenb. 22, 20. Besonders bey der Wiederhohlung eines Satzes oder Wortes um des Nachdruckes willen. Das Schwert, ja das Schwert ist geschärft, Ezech. 21, 9. Denn der Tag ist nahe, ja des Herrn Tag ist nahe, Kap. 30, 3. Ich will mich mit dir verloben, ja im Glauben will ich mich mit dir verloben, Hos. 2, 20. Ingleichen vor bedingenden Partikeln.
   Ja, wenn ich unvorsichtig wäre,
   Da freylich schnitte mich die Schere,
   Gell. 2. Figürlich, wo die Bejahung von verschiedenen Nebenbegriffen begleitet wird, und oft gar verschwindet. 1) Oft begleitet es die Zeitwörter in solchen Sätzen, welche eine Einwendung, einen Zweifel, einen Bewegungsgrund u. s. f. enthalten. Es

[Bd. 2, Sp. 1407]


ist ja nicht schwer. Das ist ja nichts Böses. Er ist ja die Leutseligkeit und Menschenliebe selbst, Gell. Der heutige Tag ist ja nicht nothwendig ihr Brauttag, ebend. Einer Freundinn kann man ja wohl eine kleine Schwächheit vergeben, ebend. Sie wissen es ja. Aber warum bin ich so unruhig? Ich liebe ihn ja nicht. Wenn das ist, so haben sie ja nichts zu befürchten. Ingleichen eine zweifelhafte Vermuthung. Sollte ihm ja noch etwas fehlen. Wie auch eine Hoffnung. Ob mich der Herr tödten wollte, so will ich doch auf ihn hoffen. Er wird ja mein Heil seyn, Hiob 13, 15. f. Besonders wenn sich ein Unwille mit einschleicht. Ich bin ja kein Kind mehr. Ihr hört es ja, daß ich mich nicht zwingen lasse, Gell. Es ist ja schon gut. 2) Zuweilen begleitet es eine Verwunderung, besonders in der vertraulichen Sprechart. Ich habe sie ja so lange nicht gesehen. Sie haben sich ja außerordentlich geputzet. Ach, das ist ja ganz was vortreffliches. Wo ist meine Braut? Ja ich weiß nicht, welche sie meinen, Gell. 3) Ingleichen, eine vertrauliche und angelegentliche Bitte, wie auch ein Verboth. Sage es ja niemanden. Verliere es ja nicht. Aber ja nicht auf das Fest. Fragen sie mich ja nicht. Kommen sie ja bey Zeiten. Schicken sie es ja noch heute fort. Kommt ja, sonst stirbt die Frau Schwägerinn, Gell. 4) Eben so oft macht es eine Steigerung, eine Gradation. Ich habe es bey ihm gesehen, ja was noch mehr ist, er hat es mir selbst gesagt. Jedermann hält ihn für unschuldig, ja selbst seine Feinde geben ihm das Zeugniß. Er schmähete ihn, ja, er hob sogar die Hand wider ihn auf. Das Lat. immo, das Gothische jai, das Engl. yea, werden auf eben diese Art gebraucht. Es scheinet fast, daß ja in dieser Bedeutung nicht die gegenwärtige Partikel, sondern vielmehr das alte Fränkische und Alemannische ioh ist, welches so oft bey dem Ottfried vorkommt, und unser heutiges auch ist. S. Adelung Auch. 5) Oft wird es zu einer Art eines Bindewortes, etwas, welches dem Redenden unvermuthet einfällt, in Ermangelung einer andern Partikel, zu begleiten. Ja, was wollte ich doch sagen? Ja, das habe ich doch wohl schon erzählet. Ja, nun fällt es mir ein. 6) Ein wahres Bindewort ist es, wenn es Vordersätze verstärket, welche eine Bedingung enthalten, wo alsdann in dem Nachsatze so folget. Es stehet entweder nach einer bedingenden Partikel. Wenn er ja nicht bleiben will, so mag er gehen. Wenn ich ja einen Fehler begehen sollte, so erinnere mich. Oder auch allein, mit veränderter Wortfügung. Entbehret Damis ja gewisse Freuden des Geschmackes, so entbehret er sie, weil er sie nicht bedarf, Gell.
   Gefiel ihm Daphne ja zuweilen bey dem Spiel, ebend. Es scheinet in dieser Bedeutung aus je entstanden zu seyn, welches unter andern auch aus dem Oberdeutschen erhellet, wo es in diesem Falle wirklich je lautet. Und mußte ihm der Edelmann, wenn er je ledig seyn wollte, das Schloß abtreten, Bluntschli, ein Schweizer. Auch im Hochdeutschen kann man es, wenn es von einer Zeit gebraucht wird, mit je vertauschen. Wenn ich ihn ja, oder je, wiedersehen sollte. S. Adelung Je.
   Anm. Schon bey dem Ulphilas ja, bey dem Ottfried io, ja, in den gemeinen Mundarten, jo, ju, in Österreich und Baiern in zwey Sylben ia, im Isländ. jä, ja, im Schwed. ja, jo, im Angels. gea, ia, gyse, im Engl. yes und yea, im Wallis. is, im Bretagnischen hia, im Griech. και und γε, Dorisch γα, im Hebr. #05d4, im Nicobarischen aa, und selbst auf der Cocos-Insel in der Südsee yio, yiouwo. Es gehöret zu dem alten Zeitworte jahon, jehon, sagen, (S. Adelung Beicht,) Lat. ajo, und mit denselben, Wachters Muthmaßung zu Folge, zu dem Hebr. 05d405d905d4, fuit. Bey dem Kero ist giur schon, Lat. jam, Franz. deja,

[Bd. 2, Sp. 1408]


und ioh sondern, auch, welches aber zunächst zu auch zu gehören scheinet, so wie Ottfrieds ioh, und, welches gleichfalls mit dem Griech. και, und, überein kommt. Übrigens gebrauchen statt des directe bejagenden ja die Holländer und Engländer well, die Tyroler und Kärnther wol und die obern Steyermärker leicht net.
 
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Jách, adv. welches für jähe noch im Oberdeutschen üblich ist. im Hochdeutschen aber nicht mehr gebraucht wird. Wer aber allzu jach ist, wird mangeln, Sprichw. 21, 5, allzu hitzig, voreilig. Bey dem Opitz und andern Oberdeutschen yach. Ist einer gar zu gach (hitzig) so kömmt er ganz nicht ein, Opitz. Daher der Jachzorn, der Jähzorn. S. Adelung Jähe und Jähzorn.
 
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Der Jáchhandel, der Wachholder, S. Adelung Wachholder.
 
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Jáchern, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches nur in den gemeinen Sprecharten, besonders Niedersachsens, üblich ist, mit einem Geschreye umher laufen und lärmen, besonders von Kindern und andern auf eine ausgelassene Art lustigen Personen. Im Nieders. jachern, jagten, jachtern, juchtern. Es ist ein Frequentativum, entweder von jagen, oder auch von dem noch im Nieders. üblichen jachen, Griech. ιαχειν, schreyen, welches wiederum das Intensivum von dem veralteten jahen, gihan, sagen, ist. Beyde Begriffe fließen in diesem Worte zusammen. S. Adelung Jauchzen und Schäkern.
 
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Die Jacht, plur. die -en, eine Art verdeckter Schiffe mit einem Gabelmaste, einer Focke, einem kleinen Bogspriete und einem Stagsegel, welches wenig Wasser braucht, sehr gut steuert und geschwinde segelt, daher es gemeiniglich zur Überbringung geschwinder Nachrichten gebraucht wird, da es denn eine Conrier-Jacht genannt wird; ein Jachtschiff, Rennschiff, Lat. Celox. Die Advis-Jacht, oder Avis-Jacht, eine kleine Jacht bey Flotten, den andern großen Schiffen Befehle zu überbringen, zu recognosciren u. s. f. Die Spiel-Jacht, eine zu Spazierfahrten bestimmte Jacht.
   Anm. Die Jachten sind in den Niederdeutschen und Nordischen Gewässern am üblichsten, daher man auch die Schreibart ihres Nahmens aus dem Holländ. Jacht oder Yacht auch im Hochdeutschen beybehalten hat; Engl. Yacht, Dän. Jagt. Es kann so wohl von Jagd und jagen abgeleitet werden, als auch unmittelbar von gach, jach, jähe, schnell. Da nun die letztere Ableitung die wahrscheinlichste zu seyn scheinet, das a auch kürzer lautet, als es in Jagd ausgesprochen wird, so verdienet Jacht den Vorzug. Auch im mittlern Lateine kommt Jocha von einem schnellen Schiffe, einer Jacht, vor, welches diese Ableitung bestätiget. S. Adelung Jagd.
 
Artikelverweis 
Der Jachzorn, S. Adelung Jähzorn.
 
Artikelverweis 
Der Jackal, eine Art morgenländischer Füchse, S. Adelung Schakal.
 
Artikelverweis 
Die Jacke, plur. die -n, Diminut. das Jäckchen, Oberd. Jäcklein, ein altes Wort, welches ehedem ein jedes langes Überkleid so wohl des männlichen als weiblichen Geschlechtes bedeutete, aber zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Arten von Kleidungsstücken gebraucht worden. Sehr häufig kommt es in den mittlern Zeiten und in den verwandten Sprachen von einem Panzerkleide, einem Waffenrocke vor; daher noch bey den Jägern ein von Leinwand und Fischbein gemachter Harnisch, welchen man ehedem bey Saujagden den Hunden anlegte, damit sie nicht so leicht beschädigt werden möchten, unter dem Nahmen der Jacke oder des Panzers bekannt ist. Jetzt ist dieses Wort in der anständigen Schreibart veraltet, indem es nur noch in der niedrigen Sprechart, besonders auf dem Lande üblich ist, und daselbst theils ein kurzes Weiberkleid, welches kleiner als ein Wammes oder Kamisol ist, theils einen Kittel der Mannsleute bedeutet. Daher auch die R. A. einem etwas in die Jacke werfen, für, ihm ein Geschenk mit etwas machen, im verächtlichen Verstande,

[Bd. 2, Sp. 1409]


ihm die Jacke voll lügen, voll schlagen u. s. f. in die Sprache des niedrigen Umganges gehören. Nur das Dimin. Jäckchen ist noch in der anständigen Sprechart von einem kurzen, nach dem Leibe und zur häuslichen Bequemlichkeit gemachten Kleidungsstücke so wohl der Kinder als erwachsener Personen üblich, welches den Oberleib und die Arme bedecket, und auch ein Leibchen genannt wird.
   Anm. Im Nieders. Jak, Jakke, im Engl. Jack, und im Diminut. Jacket, im Franz. Jaque und im Diminut. Jaquette, im Ital. Giacco, im Span. Jaco, im Schwed. Jacka, im Dän. Jakke. Das Griech. ιωγ, eine Decke, das Franz. Casaque, Ital. Casaco (S. Adelung Casakin) und das Niederdeutsche Hoik, ein Mantel, kommen genau damit überein. S. auch Jope. Schon bey dem Vegetius ist Jacca eine Art einer Pferdedecke, Schabracke.
 
Artikelverweis 
Der Jackhals, eine Art morgenländischer Füchse, S. Adelung Schakal.
 
Artikelverweis 
Jācob, ein aus dem Hebräischen herstammender Taufnahme des männlichen Geschlechtes, welcher einen Unterdrücker bedeuten soll, und im gemeinen Leben in Jäkel, und in Niederdeutschland in Jaaks übergehet, wo das letztere auch einen seltsamen wunderlichen Menschen bedeutet, entweder weil der Apostel Jacobus von den Mahlern auf eine seltsame Art mit allerley Seemuscheln geputzt vorgestellet wird, oder auch von dem seltsamen Aufzuge der ehemahligen Pilgrimme zu diesem heil. Jacob zu Compostell. Von den beyden unter dem Nahmen Jacobi des Größern und Jacobi des Kleinern bekannten Aposteln, wird bey einigen Sternkundigen auch das Gestirn der Zwillinge Jacob der Größere und das Gestirn der Jungfrau Jacob der Kleinere genannt;